Riboflavin (Vitamin B₂)
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt für Riboflavin alters- und geschlechtsspezifische Zufuhrwerte.
Wie die Werte entstehen
Die Empfehlung beschreibt die tägliche Gesamtzufuhr und ist keine persönliche Supplementdosis.
Die DGE-Seite stellt empfohlene Zufuhrmengen dar; die Ableitung trägt den Stand 2015. Ab einem Alter von vier Monaten liegen ihr alters- und geschlechtsspezifische Richtwerte für die Energiezufuhr zugrunde. Für jüngere Säuglinge nennt sie einen Schätzwert. Es handelt sich um eine institutionelle Referenzwertdarstellung, nicht um einen Versuch, der den Nutzen eines Präparats untersucht.
Zufuhrwerte im Überblick
Alle Mengen beziehen sich auf Milligramm Riboflavin pro Tag.
| Alter oder Lebensphase | Männlich | Weiblich |
|---|---|---|
| 0 bis unter 4 Monate | 0,3 (Schätzwert) | 0,3 (Schätzwert) |
| 4 bis unter 12 Monate | 0,4 | 0,4 |
| 1 bis unter 4 Jahre | 0,7 | 0,7 |
| 4 bis unter 7 Jahre | 0,8 | 0,8 |
| 7 bis unter 10 Jahre | 1,0 | 0,9 |
| 10 bis unter 13 Jahre | 1,1 | 1,0 |
| 13 bis unter 15 Jahre | 1,4 | 1,1 |
| 15 bis unter 19 Jahre | 1,6 | 1,2 |
| 19 bis unter 25 Jahre | 1,4 | 1,1 |
| 25 bis unter 51 Jahre | 1,4 | 1,1 |
| 51 bis unter 65 Jahre | 1,3 | 1,0 |
| Ab 65 Jahren | 1,3 | 1,0 |
| Schwangerschaft, 2. Trimester | — | 1,3 |
| Schwangerschaft, 3. Trimester | — | 1,4 |
| Stillzeit | — | 1,4 |
Die Ableitung für Stillende bezieht sich auf ausschließliches Stillen während der ersten vier bis sechs Monate. Diese Bedingung gehört zur Einordnung des Werts.
Lebensmittel und Grenzen
Als gute Riboflavinlieferanten nennt die DGE Innereien, Fisch, Milch und Milchprodukte. Ein Riboflavinmangel tritt laut Quelle meist zusammen mit weiteren Nährstoffdefiziten auf. Die Tabelle allein stellt daher weder eine Mangeldiagnose noch eine individuelle Einnahmeanweisung dar.
Fazit
Die DGE liefert eine Orientierung nach Alter, Geschlecht und Lebensphase. Entscheidend sind der Bezug auf die Gesamtzufuhr und die jeweiligen Ableitungsannahmen. Weiteren Kontext bietet Vitamin B2: Warum Zellen, Energie und Haut es brauchen.