Vitamin E
Die DGE nennt seit der Ableitung 2024 Schätzwerte für Vitamin E: ab einem Jahr meist 8 mg RRR-α-Tocopherol täglich, in der Stillzeit 13 mg.
Was die DGE einordnet
Vitamin E ist ein fettlösliches Antioxidans. Die DGE beschreibt seine Funktion beim Schutz ungesättigter Fettsäuren. Ihre Referenzwertseite ist eine institutionelle Orientierung zur Ernährung, keine klinische Interventionsstudie.
Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr
Die Werte haben den Ableitungsstand 2024. Es handelt sich um Schätzwerte für Bevölkerungsgruppen, nicht um individuelle Supplementdosen. Der Mengenbezug lautet ausdrücklich RRR-α-Tocopherol.
| Alters- oder Personengruppe | mg RRR-α-Tocopherol pro Tag |
|---|---|
| 0 bis unter 4 Monate | 3,5 |
| 4 bis unter 12 Monate | 5 |
| 1 bis unter 4 Jahre | 8 |
| 4 bis unter 7 Jahre | 8 |
| 7 bis unter 10 Jahre | 8 |
| 10 bis unter 13 Jahre | 8 |
| 13 bis unter 15 Jahre | 8 |
| 15 bis unter 19 Jahre | 8 |
| 19 bis unter 25 Jahre | 8 |
| 25 bis unter 51 Jahre | 8 |
| 51 bis unter 65 Jahre | 8 |
| 65 Jahre und älter | 8 |
| Schwangere | 8 |
| Stillende | 13 |
Die Fußnote der DGE setzt 1 mg RRR-α-Tocopherol mit 2 mg all-rac-α-Tocopherol gleich. Der angegebene Formenbezug gehört deshalb zur Zahl und darf beim Vergleich von Mengen nicht entfallen.
Lebensmittel und Einordnung
Als gute Vitamin-E-Lieferanten nennt die DGE Nüsse, Samen, Weizenkeime sowie daraus hergestellte Pflanzenöle und Streichfette. Einen Vitamin-E-Mangel beschreibt sie als sehr selten; dabei verweist sie auf die gewöhnliche Nahrungszufuhr und die Speicherung im Fettgewebe.
Die Tabelle beschreibt eine angemessene Zufuhr. Sie belegt weder einen zusätzlichen Nutzen höherer Mengen noch einen individuellen Bedarf an Nahrungsergänzung.
Fazit
Die DGE-Referenzwerte ordnen die Vitamin-E-Zufuhr nach Lebensphase ein. Für die Interpretation sind der Status als Schätzwert und die Einheit RRR-α-Tocopherol entscheidend.
Die allgemeine Einordnung bietet der Hauptartikel Vitamin E: Warum Zellschutz und Fette es brauchen.