Biotin-Homöostase und menschliche Erkrankungen: Neue Erkenntnisse und Perspektiven

Der narrative Review beschreibt die Regulation des Biotinhaushalts und warnt vor verfälschten Labortests bei hohen Biotinspiegeln.

Gegenstand der Übersicht

Die Übersicht von 2024 behandelt Biotin-Homöostase, also die Regulation des Biotinhaushalts, und damit verbundene menschliche Erkrankungen. Diese Zusammenfassung beruht auf dem Originalabstract; sie gibt keine vollständige Auswertung des Volltexts wieder.

Zentrale Inhalte

Biotin unterstützt als Cofaktor bestimmte Enzyme, die Carboxylasen. Diese sind am Fett- und Aminosäurestoffwechsel sowie an der Glukoneogenese, der Neubildung von Glukose, beteiligt.

Menschliche Zellen stellen Biotin nicht selbst her. Es kommt in Lebensmitteln vor und wird auch von Darmbakterien produziert. Wie viel davon dem Menschen nutzbar zur Verfügung steht, wird hier nicht beziffert.

Die Enzyme Biotinidase und Holocarboxylase-Synthetase sowie die Aufnahme über den natriumabhängigen Multivitamintransporter beeinflussen den Biotinhaushalt.

Sicherheitsgrenze

Hohe Biotinspiegel können Labortests beeinflussen, die Biotin und Avidin beziehungsweise Streptavidin verwenden. Dadurch können falsche Biomarkerwerte entstehen. Die beschriebenen biologischen Zusammenhänge belegen keinen Nutzen einer allgemeinen Hochdosissupplementierung.

Fazit

Der Review ordnet den Biotinhaushalt biologisch ein und benennt ein konkretes Laborrisiko. Daraus folgt keine persönliche Einnahme- oder Therapieempfehlung.

Quellen

  1. Karachaliou CE, Livaniou E. (2024). Biotin Homeostasis and Human Disorders: Recent Findings and Perspectives. International journal of molecular sciences. DOI: 10.3390/ijms25126578. PMID: 38928282.